Das gekaufte Kind –
Schwangerschaft in fremdem Auftrag

WDR 3, 60 Min. (2007)

Leihmutterschaft ist verboten - so steht es im Gesetz. Doch in der Anonymität des Internets blüht der Schwarzmarkt. Dort stießen Hildegard und Anton auf Sarah. Die Zeugung ihres Kindes geschah auf einer Toilette, mit Hilfe einer Klistierspritze. Sie erzählen niemandem davon, nicht einmal ihren Eltern, ganz heimlich soll das Kind zur Welt kommen. Doch weil sie keinen Vertrag mit Sarah abschließen können - er wäre sittenwidrig und ungültig - hat das Paar auch keine Sicherheit, dass ihnen die Leihmutter das Baby nach der Geburt tatsächlich übergibt. Ganz anders ist der Fall bei Ole und Ingrid, die eine Leihmutter in der Ukraine fanden. Dort sind Leihmutterschaften legal und die Leihmutter kann vertraglich verpflichtet werden, auf alle Rechte an dem Kind zu verzichten. Die Befruchtung findet in einer Klinik statt, die auch überwacht, dass die Leihmutter nicht raucht oder Alkohol während der Schwangerschaft trinkt. Nach der Geburt wird der Name der Leihmutter aus der Geburtsurkunde gestrichen und Ingrid als Mutter eingetragen. So wird das Kind nach Deutschland gebracht, ohne dass die deutschen Behörden einen Gesetzesverstoß erkennen können.

Produktion WDR 2007, Redaktion: Dorothea Runge, Regie: Hans-Jürgen Schunk

Weitere Informationen: WDR 3