„Unternehmen Wüste –
Konzentrationslager in Südwürttemberg“

Erstsendung: Landesschau unterwegs, 29. Mai 1999, 19.15 Uhr, Südwestfernsehen (SWR Baden-Württemberg)

"Unternehmen Wüste": Unter diesem Tarnnamen errichtete die SS in den letzten Kriegsmonaten sieben Konzentrationslager am Rande der Schwäbischen Alb. In großem Stil sollte aus Ölschiefer Benzin gewonnen werden. Über 10.000 KZ-Häftlinge gruben mit Hacke und Pickel den Ölschiefer aus oder schufteten in den sieben Ölschiefer-Fabriken zwischen Tübingen und Rottweil. Ein Drittel von ihnen, über 3000 Häftlinge, wurden zu Tode geschunden, obwohl das Unternehmen Wüste kaum ein halbes Jahr bestand und bis Kriegsende keinen Tropfen Benzin produzieren konnte. SWR-Autor Valentin Thurn befragte Augenzeugen: Ehemalige KZ-Häftlinge, Bewohner des nahegelegenen Dorfes Bisingen, Mitarbeiter der Rotweiler „Initiative Gedenkstätte Eckerwald“, aber auch einen SS-Wachmann, der 54 Jahre nach dem Krieg zum ersten Mal an den Ort zurückkehrte, an dem er einen flüchtenden Häftling erschoß. Der Film erzählt von dieser traurigen Episode regionaler Geschichte - aber auch von der Geschichte des Erinnerns. Ein spätes Erinnern, das erst seit wenigen Jahren möglich ist, in widerkehrenden Begegnungen von Dorfbewohnern mit ehemaligen KZ-Opfern. Erstsendung: Landesschau unterwegs, 29. Mai 1999, 19.15 Uhr, Südwestfernsehen (SWR Baden-Württemberg)

 

Buch und Regie: Valentin Thurn
Kamera: Gerd Bleichert, Florian Kostrakiewitsch, Claus Baudisch, Hardy Ottersbach
Schnitt: Miriam Heck
Redaktion: Jürgen Bundy / Felicitas Wehnert

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