„Ohne Papiere in Deutschland“

(ARD 19.11.2006, 17.30 Uhr, 29 Min., in der Reihe „Gott und die Welt“ / „Tag 7“)

Abelardo lebt illegal in Deutschland. Er hat keine Aufenthaltspapiere, ist ständig auf der Hut vor der Polizei. Abelardo will nicht zurück nach Ecuador in die Slums der Hafenstadt Guayaquil. Dort lebt noch seine Mutter; krank aber nicht krankenversichert. Abelardo schickt ihr Geld für Medikamente.

Seit sechs Jahren schlägt er sich in Deutschland durch. Ein Leben im Schatten, bestimmt von der Suche nach Billigjobs, bei denen keine Papiere verlangt werden. Dann lernt er Ines kennen, eine Deutsche, beim Tanzen, ganz normal. Sie verlieben sich. Aber traut Ines ihm, oder fühlt sie sich ausgenutzt? Als Mittel zum Zweck, um über sie an eine Aufenthaltsgenehmigung zu kommen?

Über eine Millionen Ausländer leben wie Abelardo illegal in Deutschland. Mehr als ein Jahr lang haben Mauricio Estrella und Antonio Uscátegui zwei Familien beobachtet, denen das tägliche Versteckspiel aus Angst vor Abschiebung zur Normalität geworden ist. Die als so genannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ tapfer und auch erstaunlich normal ein Leben meistern, in dem es alles gibt, nur keine Sicherheit.

Video (ca. 10 min)

Ein Film von Mauricio Estrella und Antonio Uscátegui
Co-Autor: Valentin Thurn
Kamera: Antonio Uscátegui
Schnitt: Tim McLeish, Mark-Steffen Göwecke
Redaktion: Angelika Wagner (WDR)
Produktion: Oskar Film / Valentin Thurn

 

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