Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Ein Film von Caroline Nokel und Valentin Thurn

Im Auftrag von NDR und ARTE

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Angesichts knapper werdender Ressourcen und wachsender Nachfrage sei es nun an der Zeit, mit unternehmerischem Engagement entwicklungspolitische Ziele zu erreichen - so das Credo namhafter Politiker und Unternehmer. Die extreme Armut und der Hunger in der Welt könnten nur bekämpft werden, wenn die Wirtschaft das Problem in die Hand nehme, und indem global mehr Nahrungsmittel produziert würden.

Die 80-minütige Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Sie fragt nach Konsequenzen dieser Politik, zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist es überhaupt möglich, eine win-win-Situation für Kleinbauern und Unternehmer herzustellen? Und wenn ja: Wie muss die Zusammenarbeit von privat und Staat aussehen, damit die lokale Bevölkerung auch wirklich von ihr profitiert?